Stiftung Schloss Wartenfels

Für die Stiftung ist die Familie Georg Meidinger-Hummel von grösster Bedeutung, welche das Schloss 1918 in einem schlechten Zustand übernahmen und zu neuem Glanz erweckte.

Georg Meidinger hatte in Basel ein eigens Unternehmung aufgebaut, nachdem er als Oberingenieur in verschiedenen Firmen tätig war. Vor allem waren es die von ihm konstruierten Orgelgebläse, die den Namen Meidinger in ganz Europa und auch in Amerika bekannt machten.

Schwer traf Hermine Meidinger der Tod ihres Gatten im Jahr 1933. Die schwere Krise, von welcher die Wirtschaft zu jener Zeit erfasst war, stellt die überlebende Gattin überdies vor grosse Aufgaben und überbürdete ihr die ganze Verantwortung. Ohne zu zögern veräusserte sie Grund und Boden, den sie von ihrer Mutter geerbt hatte, um namentlich für die Löhne der Arbeiterschaft aufzukommen. Doch das Schloss Wartenfels war ihr in der Zwischenzeit zu sehr ans Herz gewachsen um auch dies zu veräussern.

Auch im hohen Alter verbrachte Hermine Meidinger die Sommermonate auf Schloss Wartenfels und pflegte einen engen Kontakt zu Lostorf und deren Bevölkerung. Im Jahr 1961 wurde sie von der Bürgergemeinde Lostorf zur Ehrenbürgerin ernannt.

Nach dem Tod von Hermine Maria Meidinger-Hummer im Jahr 1967, übernahmen die Enkel von Hermine Fuchs-Meidinger, Prof. Dr. jur., Dr. theol. h.c. Johannes Georg Heinrich Fuchs (2/3) und Frau Katarina Friederich-Fuchs (1/3) das Schloss.

Besonders Prof. Johann Fuchs lag die Zukunft des Schloss nahe und machte sich grosse Sorgen um dessen Zukunft. Er fand die Lösung, indem er das Schloss in eine öffentlich rechtliche Stiftung mit dem Namen „Schloss Wartenfels“ überführte und den Kanton Solothurn, die Stadt Olten und die Gemeinde Lostorf als Stiftungsträger gewinnen konnte.

Als Stifter war Prof. Johannes Fuchs wichtig, dass es nicht nur einen Trägergibt, sondern dass es mindestens 3 sind und dass keiner die 50% überschreitet. Damit ist sichergestellt, dass für eine Entscheidung immer mindestens 2 Stiftungsträger ein-verstanden sein müssen. Zu Beginn waren dies; der Kanton Solothurn, die Einwohnergemeinde Lostorf und die Stadt Olten, sowie die Stifter auf Lebenszeit.

Nachdem dem Tod von Prof. Dr. Johannes Fuchs (1990) und Frau Ursula Friederich (1998) ging der Stiftungsanteil der Stifter prozentual an die andern Stiftungsträger über. Aus diesem Grund sind die prozentuellen Anteile etwas ungewöhnliche Zahlen.

Kanton Solothurn 47%
Einwohnergemeinde Lostorf 35%
Stadt Olten 18%

In Anerkennung des grosszügigen Geschenks erteilten die Bürger von Lostorf am 22. März 1983, Prof. Dr. Johannes Fuchs das Bürgerrecht von Lostorf und ernann-ten ihn gleichzeitig zum Ehrenbürger. Die eigentliche Übergabe fand am 20. August 1983 auf Schloss Wartenfels, im Beisein allen 5 Regierungsräten des Kantons statt.

Der Stiftungsrat

Prof. Dr. Peter André Bloch, Präsident

Vertreter des Kantons Solothurn

Dr. Thomas A. Müller, Vizepräsident

Gemeindepräsident und Vertreter Einwohnergemeinde Lostorf

Markus von Däniken, Sekretär

Gemeindeschreiber und Vertreter Einwohnergemeinde Lostorf

Gery Meier, Gemeindepräsident Däniken

Delegierter des Kantons Solothurn

Dr. Martin Wey, Stadtpräsident Olten

Vertreter Stadt Olten

Georg & Hermine Meidinger-Hummel

Prof. Dr. Johann Fuchs

Ehrenbürger Urkunde
Prof. Dr. Johann Fuchs

Ursula Friedrich